Dienstag, 17. November 2009

Sonntagsfrühstück

Am Wochenende hatten wir hohen Besuch im Haus. Der Pate und Frau Patin beehrten uns zum sonntäglichen Frühstück in unserem neuen Heim am Lande.

Quasi die ersten nicht verwandten Gäste. Und das Beste: Sie waren bepackt mit Geschenken! Eine schöne Pflanze für unser aller Augen, und 2 große Kartons: Das vorzeitige Geburtstagsgeschenk für Magdalena (und natürlich für den Papa)! Jetzt muss man wissen, dass allein der große Karton für sich bereits Faszination ohne Ende ausübt. Eine Schachtel, fast so groß wie man selber ist nun mal eine Sensation! Wo Papier normalerweise ohne Rücksicht auf Verluste zerfetzt wird, schien das Geschenkpapier um den Karton aber eine gewisse psychologische Hürde darzustellen. Wir haben dann alle gemeinschaftlich zusammengeholfen und das brandneue Bobbycar aus dem Karton befreit und zusammengebaut/Beklebt/von Qualitätssicherungsaufklebern befreit. Und ab dem Moment war Magdalena nur schwer wegzukriegen vom neuen Flitzer.

Erste Bilanz: Ein Drehwurm vorlauter rückwärts im Kreis schieben und riesen Freude mit dem neuen fahrbaren Untersatz. Am Nachmittag war ausgiebiges Auf und Absteigetraining angesagt. Verschiedenste Techniken sind aktuell im Repertoire. Vorallem absteigen geht vom runterrutschen bis hin zum Köpfler...gefährlich, vorallem letzteres. Ich denke es wird keine 2 Tage mehr dauern, dann hat sies heraußen und rödelt mit dem Teil durch die Wohnung bis die Flüsterreifen wie heißer Leberkäs qualmen und das Navi in die Orientierungslosigkeit verfällt. Ja richtig gehört. Zusätzlich zu den Flüsterreifen hat das Teil optional Navi dabei! Na gut es navigiert jetzt in dem Sinn nicht wirklich, aber es klingt zumindest wie ein echtes! Mehr als Geil!

Lustig ist ja an kleinen Menschen, eine Besonderheit: Sie kriegen teilweise panische Schreikrämpfe wenn sie der eigene Papa aufhebt (wobei ich nicht genau zuordnen kann obs nicht vielleicht dran liegt, dass der Nachwuchs gerade keine Lust hat aufgehoben zu werden und die Dramaqueen mimt). Aber wovor Kinder keine Angst haben sind sämtliche Möglichkeiten sich schwer zu verletzen. Möglicherweise wissen sies einfach nicht besser, aber andererseits wenn ich 5 mal auf der Birn gelandet bin, denke ich, dass sich irgendwann der Schmerz am Schädel irgendwie einbrennt und ich gewisse Sachen nimmer mache. Kopfüber auf harte Unterlagen knallen würde für mich zur Kategorie "tendenziell gefährlich" gehören. Kinder ignorieren diese Warnung offensichtlich konsequent. Vielleicht ists aber auch einfach der Umstand, dass Magdalena ein wildes Hendl ist. Sie ist Schnell, sie ist Stur, sie ist Furchtlos. Eine Kombination, die für das Benutzen von Fahrzeugen in Zukunft eine gewisse explosive Brisanz mit sich bringt. Vielleicht hat sie das Gen der Vorsicht aber von ihrem Opa geerbt. Oder viel mehr, das Fehlen des Selben. Opa ist ein Spezialist, der so gut wie alles kann und so gut wie alles ausprobiert. Und zwar ohne sich davor große Gedanken darüber zu machen wie Ungesund oder Schmerzhaft die folgende Aktion sein wird. So hat er es innerhalb von 2 Monaten geschätzte 5 Mal ins UKH geschafft, und zwar nicht auf Besuch. Man munkelt, die dortige Belegschaft hat zu dieser Zeit bereits ernsthaft über ein eigenes Kaffeehäferl nachgedacht, zwecks der Umweltbelastung von den Plastikbechern. Tim Taylor hat mit dem Opa definitiv sein Ebenbild in der realen Welt gefunden. Handwerklich ist er natürlich eher Al, aber Verletzungstechnisch sowas von Tim. Aber wie das so ist, mit dem Opa und dem Vorsichtsgen, haben wir ja bereits in einem älteren Artikel erörtert: Siehe Schiunfall.

Aber jetzt wieder zum Sonntag:
Wir sind dann im Laufe des Vormittags die weitere Zubehörliste durchgegangen. Ich bin nach wie vor verblüfft. Es gibt für das Trumm nix was es nicht gibt! Vom Bobbycar Schuhschohner bis hin zur Bobbycar Ampel...irre...
Ich geh jetzt mal schauen was der Bobbycar Helm kostet...falls doch zu viel Gemeinsamkeiten mit dem Opa bestehen.

PS: Vielen vielen Dank für den lieben Besuch! Sollten wir Beizeiten widerholen. Wir können dann auch gerne wieder über die Nachnutzung des jetzigen Kinderzimmers als Jagdzimmer sprechen, obwohl mir von einem befreundeten Jäger nochmals nachhaltig mitgeteilt wurde, dass das Schießen von Wild im Wohngebiet aus der eigenen Wohnung als grob unsportlich gilt. (Das Treiben von Füchsen durch 100 Fettleibige die mit Hunden bewaffnet sind scheint hingegen unbedenklich...naja wie auch immer.)

1 Kommentar:

  1. Auch ich möchte mich nocheinmal für den gemütlichen Sonntag bei Euch bedanken.
    Wünsche der Maus viel Spaß beim Rumflitzen und der Mama viel Geduld beim Hinterherlaufen.
    Freu mich auch schon auf eine Wiederholung.
    Lg, Lizzi

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