Samstag, 28. November 2009

Im Jahre 1 nach Magdalenas Geburt


Vor einem Jahr und 8 Monaten hat sich auf einmal alles irgendwie verändert. Quasi neue Zeitrechnung! Naja fast alles. Die Gelage waren von einem Tag auf den anderen gemütlicheren Zeiten gewichen. Die Leber bedankte sich. Die Vorbereitungen auf den neuen Abschnitt liefen auf Hochtouren. Nur in der Arbeit war ich natürlich nach wie vor umgeben von den tendenziell Irren, so wie immer. Ich sags euch, "Ein Käfig voller Narren" sieht dagegen teilweise aus wie eine Versammlung der konservativen Kirchengemeinschaft...aber man muss hier mal deutlich das positive aus der Serie zum Vergleich heranziehen. Das inoffizielle Motto "Hauptsach wir haben a Gaude" haben wir noch jeden Tag bestätigen können. Und Ansammlungen von tendenziell Irren Menschen können hochproduktiv sein, wenn man sich nur traut sie zu lassen wie sie glauben. Naja aber sonst hat sich alles irgendwie verändert.


Und jetzt?
Jetzt ist es vorbei, das erste Jahr mit Magdalena. Verflogen ist es quasi. Und die kleine Dame, die jetzt mit uns wohnt, mit uns isst, selbständig zum Wickeltisch watschelt und sich jeden Tag einen neuen Spaß einfallen lässt um uns zu unterhalten, war heute vor einem Jahr noch ein kleines primär schlafendes Wutzi, gerade mal fähig die Augen aufzumachen und daran zu nuckeln, was man ihr in die Futterluke gestopft hat. Heute stopft sie sich schon selber die Sachen die ihr schmecken in die Futterluke, beißt von Bananen, Äpfeln und Birnen ab und ist auch jenseits der Nahrungsaufnahme alles andere als Langweilig und Faul. Ich hätt mir beim Anblick des hilflosen häufchen Mensch nie gedacht, dass das so schnell gehen kann und das Häufchen plötzlich gscheite Sachen selber macht.
Das erste Mal umdrehen mit ein paar Monaten, das erste Mal selber Fortbewegen nicht viel später, Krabbeln, Aufstehen, Losmarschieren...abseits der Fortbewegung zuerst unkoordiniertes Herumrudern mit den Stummelchen, tapsiges Greifen mit einem Händchen und jetzt beginnt sie bereits Bauklotztürme zu bauen, räumt ihr Spielzeug selber aus der Kiste raus und wieder hinein und kommt mit dem Kinderbuch in der Hand daher, drückt es dir in die Hand, schmeißt sich auf deinen Schoß und will vorgelesen bekommen indem sie auf die Tierchen zeigt und "DA" sagt.
Wer so eine Entwicklung nicht gesehen hat glaubts nicht, auch wenns ganz normal ist. Und wenn wir selber nicht gerade ein kleines Wutzi sehen, dass gerade frisch geschlüpft ist und in den Tag reinmützt, glauben wir selber fast nicht, dass unser Zwerg mal so klein und unbegabt war.



Wenn man dagegen Kapplständer sieht die deutlich älter sind kann man oft net glauben, wie man nach geschätzten 15 Jahren nach wie vor so unbegabt sein kann...deppert geboren und nix dazugelernt...musses auch geben.


Wir sind auf jeden Fall froh, dass ma unseren gscheiten Zwerg haben und freuen uns aufs nächste Jahr.

1 Kommentar: