Freitag, 26. Dezember 2008

Von 0 weg ... die Entwicklung im 1. Monat

Nachdem meine Tochter gerade die Milchbar besabbert und vor dem Trinken noch versucht diese totzuschlagen (Ja sie trommelt gerade drauf herum bevor sie herzhaft reinbeißt...ich stell mir das Schmerzhaft vor) nütz ich die Chance und lass schnell mal das erste Monat Revue passieren.

Ein guter Freund von mir, der mit vielen netten bis herzigen (Je nach Alter) Geschwistern gesegnet ist hat vor kurzen gefragt was denn die Kleine schon kann. Die Frage will ich gern beantworten möchte aber von vorne anfangen. Was kann also die Kleine nachdem der erste Geburtsschock überstanden ist. Naja das ist einfach aufzuzählen: sabbern, schreien, groß in die Welt glotzen, strampeln und mit den Händen rudern, am Trinkgerät saugen (wenn man ihr dieses in den Mund steckt), furzen , gacksen und pieseln. Die letzteren 2 relativ professionell, das drittletzte oft unter heftigem Gesichtsverzug...ja so eine Blähung ist oft ein Hund.
Und Häufig ist so eine Blähung auch sehr schmerzhaft. Wie erklär ich das am Besten. Das Gedärm ist ja beim Embryo noch recht Blunzn. Entsprechend arbeitet es auch noch nicht wirklich*. Jetzt kommt diese Muttermilch daher (die im übrigen recht fetthaltig sein dürfte) und will vom unbenutzten, sanften Babygedärm verdaut werden. Das das kein Lercherl ist kann sich jeder vorstellen der mal nach einem schweren Wochenende ;) am Montagmorgen eine Fettsemmel eingeworfen hat (Verhackert, Bratlfett, Speckaufstrick, Delphinaufstich (das ist das Säugetier neben dem sich oft Thunfisch im Netz wiederfindet)). Hölle sowas kann zwicken. Gut Erwachsene laufen dabei selten rot an, schreien als ob der Leibhaftige hinter ihnen wär und strampeln dabei wie blöd, aber das Konzept dahinter sollte klar sein.
So wo war ich stehen geblieben? Achja...was kann der Zwerg. Ja gut mit den oben aufgezählten wären wir dann auch schon fertig. Prinzipiell kümmert sich das Neugeborene also um den Stoffwechsel. Ein oder 2 lustige Reflexe haben die Mäuschen auch noch. So können sie sich wenn man ihnen den Finger in die Hand legt diesen Umklammern und fest noch dazu. Und die Füßchen spreizen oder krümmen sich, je nachdem an welcher Stelle sie gestreichelt werden.
Passiv können die kleinen nochwas ausgezeichnet: Gut riechen und zarte Haut haben. Nix riecht annähernd so gut wie ein kleines Baby. Die Haut und die Haare duften einfach nur herrlich. Und die Babyhaut ist soundso sprichwörtlich.

So wie gehts nun also weiter. Der Kopf ist am Anfang unheimlich schwer. Im Vergleich zum Körperchen hat so ein Baby ja murds an Blutzer. Und der ist schwer. Entsprechend kann der Säugling das Gewicht weder halten noch kontrolliert bewegen. Wenn das Kind an den Händen aus der Rückenlage hochgezogen wird zieht es den Kopf allerdings mithoch.
Die erste Entwicklung, die so ein Kind jetzt mitmacht ist, zumindest war es bei unserer kleinen Maus so, die Neugier. Das Kind schaut gespannt durch die Gegend, auch wenn es noch nicht viel sieht. Weiters bekommt es immer mehr Kontrolle über den Kopf. Nach 2 Wochen scheinen die Kopfbewegungen intensiver zu werden.

Jetzt nach einem Monat ist der Stand folgender. Die oben erwähnten Grundfunktionen sind nach wie vor nicht verlernt. Der Kopf ist weit davon entfernt in Rückenlage beherrscht zu werden, aber wenn der Zwerg am Bauch liegt versucht er mit Erfolg den Kopf zu heben. Sie kann also halb aufgestützt gerade nach vorne sehen. Das Umhersehen wird jeden Tag mehr...teilweise wirds auch schon an einem Ort fad und Mäuschen will mehr von der Welt sehen. Bekommt also einen Grantanfall weil sie noch nicht selber krabbeln kann und Papas Beine müssen herhalten um die Gegend zu erkunden.
Was besonders schön ist. Die zu Beginn schon reichhaltig vorhandene Mimik erweitert sich um einen speziellen Punkt. Zwergchen beginnt zeitweise spontan zu lächeln :).

Schön für uns war schon immer die ausgedehnte Schlafenszeit unserer Tochter in der Nacht. Schläft Magdalena gegen 10 ein wacht sie einmal gegen 3 und einmal gegen 6 auf und will kurz was futtern. Den Hunger meldet die kleine Lady mittels dezentem Schmatzen an, also kein Gebrüll. Das nenn ich mal angenehm.

Soweit zum ersten Monat. Die weitere Entwicklung folgt.

*(Das erste Häufchen ist so ein Pechschwarzer schmieriger Haufen...nicht schockiert sein, wenn ihr das Ding bei einem der ersten Wickelversuche im Hoserl findet...das Kind hat kein Schmierfett gegessen)


1 Kommentar:

  1. So ein Blog ist die beste Erfindung seit ... hmm ... in eurem Fall wahrscheinlich Einführung der Wegwerfwindeln. Freut mich immer sehr, was Neues von der kleinen Maus zu lesen.

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