Zweifelsohne die Königsdisziplin für junge Eltern aller Länder und Konfessionen. Den Säugling in angemessener Zeit, mithilfe eines angemessenen Einsatzes an Nerven, zum Schlafen zu bringen. Das ganze auf sanfte und angenehme Art und Weise*.
Eines muss ich gleich mal gestehen. Wir haben das sicher nicht geschafft weil wir die ausgefeilstesten Einschlaftechniker auf dem Erdenrund sind. Wir haben einfach zum richtigen Zeitpunkt das richtige Mittel finden dürfen...nicht mehr aber auch nicht weniger.
Kurz zur Historie: Die ersten 2 Monate waren aus Sicht des Einschlafens, nennen wirs mal durchwachsen. Ach blödsinn durchwachsen: Ein Drama wars! Teilweise stundenlanges Herumtragen machte die Abende, die in dieser Zeit teilweise bis Mitternacht dauerten, nicht gerade übertrieben angenehm.
Also es ist jetzt nicht so, dass ich mich drüber beschweren will. Es gibt beiweitem unangenehmere Dinge als die eigene Tochter herumzutragen, während sie an der Wange kuschelt und zufrieden in die Welt schaut. Und wie ich auch schon einem Freund gesagt habe, wir haben uns schon beiweitem mehr Nächte für beiweitem sinnlosere Dinge um die Ohren geschlagen. Von daher relativiert sich die ganze Sache natürlich wieder. Aber auf Dauer kostets doch ein bisschen Nerven, vorallem bei der schalftechnisch ohnehin benachteiligten Mama.
Also es ist jetzt nicht so, dass ich mich drüber beschweren will. Es gibt beiweitem unangenehmere Dinge als die eigene Tochter herumzutragen, während sie an der Wange kuschelt und zufrieden in die Welt schaut. Und wie ich auch schon einem Freund gesagt habe, wir haben uns schon beiweitem mehr Nächte für beiweitem sinnlosere Dinge um die Ohren geschlagen. Von daher relativiert sich die ganze Sache natürlich wieder. Aber auf Dauer kostets doch ein bisschen Nerven, vorallem bei der schalftechnisch ohnehin benachteiligten Mama.
Neben dem Herumtragen haben wir auch noch so einiges versucht. Allein ins Bett legen, wie es die Krankenschwester des Teufels dringend empfohlen hat, früher schlafen gehen, später schlafen gehen, alle zusammen schlafen gehen, gar nicht schlafen gehen...alles für die Fisch...Wie bereits in einem früheren Artikel angemerkt: Der Rhythmus stellte sich nicht ein.
Solange nicht, bis wir die Taktik noch einmal änderten, mehr aus Ratlosigkeit als aus einer genialen Eingebung heraus. Nachdem es auf diese Art früher zumindest ruhiger abgelaufen war, versuchte Mama sich einfach wieder mal neben die Zwergin zu legen und sie in den Schlaf zu füttern. Da Magdalena ja keine Schnuller nimmt, teilweise die einzige Möglichkeit sie zu beruhigen. Und siehe da...es hat funktioniert. 15 Minuten trinken und sie schläft wie ein Murmeltier im Winter.
Uns war klar, wenn sie aber jetzt schon um halb 8 schläft, wird sie spätestens um 12 wieder wach sein und uns eben dann wie narrisch ins Ohr brüllen. Denkste. Töchterchen hat den Schlaf von Papa geerbt und pennt von halb 8 bis mindestens 4, um dann kurz zu trinken und danach wieder gemütlich weiterzumützen.
Was lernen wir daraus? Die Dinge die dem Zwergchen gefallen, wirken oft besser, als die Dinge aus dem Repertoire der Krankenschwester des Teufels.
Mittlerweile hat sich noch eine kleine Änderung ergeben. Haben wir Töchterchen nach dem ersten Trink-boxenstop des Nächtens dann gleich in unserem Bett weiterkuscheln und schlafen lassen, stecken wir sie jetzt, trotz deutlicher Unmutsäußerungen, wieder retour in ihre Gitterzelle. Und das hat sie sich selbst zuzuschreiben. Nachdem sie eines Nächtens befunden hat nach dem Trinkstop munter zu bleiben und Mama mit Tritten in den Bauch zu traktieren, hat sie Papa mies und gemein wie er is wieder in den Schlafsack gestopft und retour transferiert...nach 5 bis 10 Minuten deutlichem Protest hat der Schlaf gesiegt und Magdalena ist weggepennt wie nix. Nach einer guten Woche mit dieser Taktik hat sich die Protestzeit wegen Sinnlosigkeit auf ca. eine Minute Raunzen reduziert...das nenn ich doch mal einen Erfolg!
Soweit also unsere Taktik zum erfolgreichen, nervensparenden Einschlafen...Mama dazulegen bis Kind pennt. Eine Stunde danach heimlicher Transfer ins Gitterverlies. Nächtens nach dem Tankstop retour ins Verlies.
Die gewonnene Zeit kann man dann Abends sinnvoll nutzen...zum Beispiel mit Fernsehen...hat schon jemand DSDS gesehen? Ich find den leicht Autistisch angehauchten Typen, der eine Mischung aus Rainman und Humpty Dumpty ist und redet wie der Irre aus Lissi und der wilde Kaiser ja sensationell.
*Warum auf angenehme Art und Weise? Babys haben (aus meiner kurzen aber intensiven Erfahrung) die Eigenschaft bei zu viel Stress abzuschalten und einzuschlafen. So geschehen im Schlaflabor. Es ist also keine Kunst oder Zeichen höchster psychologischer Fertigkeiten das Zwergerl solange zu stressen bis es wegpennt indem man es mit Elektroden vollklebt wie im Laborfalle, oder es einfach versucht in eine Jacke zu zwängen, wie im Normalfall!
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